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In Ulm und über Ulm hinaus

100 Jahre Heim-Gruppe

Die HEIM-Gruppe, mittelständisches Unternehmen in den Bereichen Bau, Baustoffgewinnung, Recycling, Energie und Landwirtschaft blickt in diesem Jahr auf seine 100-jährige Geschichte zurück. 1919 von Wilhelm Emanuel Heim in Ulm als Pflasterbetrieb gegründet, ist die Unternehmensgruppe heute mit mehr als 300 Mitarbeitenden an zahlreichen Standorten in Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg vertreten. Geführt wird sie in der 4. Generation von Philipp Heim und seinem Vater Dieter Heim, der seit den 70er Jahren die Expansion des Unternehmens in neue Geschäftsfelder vorangetrieben hat.

 
Die schweren Anfänge

1919. Der Ulmer Pflastermeister Wilhelm Emanuel Heim gründet ein kleines Bauunternehmen, spezialisiert auf Pflasterarbeiten. Erste Aufträge halten die junge Firma über Wasser, der Bauhof befindet sich in der Ulmer Stadtmitte, am Lederhof. Die Mitarbeiter und der Unternehmensgründer überzeugen von Anfang an mit guter Arbeit, das Unternehmen erhält 1921 seinen ersten großen Auftrag: Die Pflasterarbeiten an der heutigen B28 in Richtung Blaustein und am Hindenburgring. Bereits 16 Jahre später tritt der Sohn Willy Heim in das elterliche Unternehmen ein, ein Jahr später muss er den Betrieb nach dem Tod des Vaters im Jahr 1936 alleine leiten. Unterstützt wird er tatkräftig von seiner Frau Lisl, die er 1939 heiratet.

Nach den Kriegswirren nimmt das Unternehmen 1946 seine Arbeit wieder auf, der Bauhof ist in der Ulmer Altstadt, man arbeitet am Wiederaufbau der Stadt ebenso wie für die französischen Besatzer, beispielsweise in der Kaserne Münsingen. Das Unternehmen wächst, 1954 zieht der Betrieb ins Ulmer Donautal, an den heutigen Standort in der Boschstraße. Erste Maschinen werden angeschafft und eingesetzt. Der mutige Schritt ist die Anschaffung einer Spezialmaschine aus England, einer Grabenfräse mit der über weite Strecken Fernkabelschächte in Bayern und Baden-Württemberg gezogen werden. Die Bauunternehmung erhält Großaufträge auch von der Stadt, die Arbeiten an der Neuen Straße und am Weinhof dauern mehrere Jahre, am Hindenburgring wird eine damals innovative, mobile Betonmischanlage bei den Arbeiten eingesetzt.

Anfang der 60er Jahre beschäftigt die Bauunternehmung rund 400 Mitarbeiter, eigene Omnibusse werden angeschafft, um die Mitarbeiter zu den Baustellen in Ulm und der Region zu bringen. Insbesondere auf der Alb werden Straßenprojekte realisiert, inzwischen sind immer mehr Maschinen im Einsatz, bis hin zur Anschaffung eines ersten Asphaltfertigers im Jahr 1972. Dieter Heim, der Enkel des Unternehmensgründers tritt in das Unternehmen ein, gemeinsam mit seinem Bruder Peter Heim übernimmt er 1975 die Geschäftsführung. Die Brüder teilen sich die Aufgaben. Dieter Heim als Kaufmann, Peter Heim sorgt für Bauleitung und Technik, er arbeitet bereits seit 1954 im Betrieb.


Die 3te Generation

Nach den anstrengenden Aufbaujahren setzen die beiden Brüder immer stärker auf Technik und suchen nach neuen Möglichkeiten. Es gibt viele Aufträge in den wachsenden Wohngebieten in und um Ulm herum, im Rahmen der Flurbereinigungen der 70er Jahre sind Straßenbauunternehmen gefragt. Als eines der ersten Unternehmen setzt das Unternehmen eine Betriebsfunkanlage ein, um mit den Mitarbeitern auf den zahlreichen Baustellen zu kommunizieren. Immer mehr Maschinen mit dem Schriftzug von HEIM sind zu sehen, der Bauhof wird ständig vergrößert, immer wieder wird auf neue Technologien und Maschinen gesetzt. 1983 stirbt Willy Heim, der 1935 in den Betrieb eingetreten war und ihn lange Jahre geleitet hat.

Es ist die Zeit der neuen Chancen. Dieter Heim erweitert 1983 das Unternehmen um eine Spedition, unter anderem um den Haushaltsmüll der Ulmer bis nach Frankreich in dort neu errichtete Müllverbrennungs¬anlagen zu bringen, die in Ulm nicht genehmigt werden. Am Standort in der Boschstraße entsteht im Eigenbau das heutige Verwaltungsgebäude, laufend wird der Betrieb erweitert. Im Tief- und Straßenbau ist HEIM in der Ulmer Region bekannt und anerkannt. Ein Spezialauftrag ist die Teststrecke von Iveco, für den Belagseinbau in der dortigen Steilkurve wird ein Asphaltfertiger in den Werkstätten des Unternehmens in Eigenregie umgebaut.


Die Zeit der neuen Geschäftsfelder

Es folgt die Aufbruchstimmung der Wiedervereinigung. HEIM erhält den Zuschlag für einen Großprojekt mit rund 10.000 Parkplätzen in der Nähe von Leipzig, dort entstehen in kurzer Zeit große Verbrauchermärkte. Die Bedingungen vor Ort sind chaotisch, Mitarbeiter müssen rekrutiert und Baustoffe organisiert werden. Dieter Heim entschließt sich 1991, das Kieswerk Nobitz im Altenburger Land zu übernehmen. Es folgen weitere Standorte, unter anderem wird gemeinsam mit der Basalt AG ein Basaltsteinbruch von der Treuhand erworben. Währenddessen setzt das Unternehmen am Standort Ulm neue Techniken ein, beispielsweise 1990 eine hydraulische Rohrvortriebsmaschine, um den Abwasserkanal mit rund drei Metern Durchmesser durch das Öhrlinger Tal zu ermöglichen. Währenddessen vollbringen auch die Mitarbeiter an den neuen Standorten in Thüringen Höchstleistungen, beispielsweise bei der Belieferung der Bauarbeiten zum Rennsteigtunnel mit Baustoffen. Weitere Betriebe werden übernommen, darunter Deponien und Recycling-Betriebe im Berliner Raum und in Brandenburg. Doch die Baukrise ab dem Jahr 2002 birgt große Gefahren, zahlreiche Traditionsunternehmen aus der Bauwirtschaft in Ulm müssen Insolvenz anmelden. Es zahlt sich aus, dass HEIM frühzeitig neue Geschäftsfelder erschlossen hat. Trotz der Baukrise ist HEIM investitionsfreudig, beispielsweise wird am Standort Nobitz im Jahr 2009 rund 10 Mio. Euro in hochmoderne Sandtrockungs- und Siebmaschinen investiert.


Mit neuer Energie in die Zukunft

Mitten in der Baukrise beruft Dieter Heim seinen Sohn Philipp Heim in die Geschäftsleitung des Unternehmens. Er gründet im Jahr 2004 das Unternehmen purepower. Philipp Heim setzt mit seinem StartUp auf regenerative Energie und baut an den Standorten der HEIM-Gruppe hochmoderne Biogasanlagen. In Eigenregie werden Technologien weiterentwickelt, es zeigen sich die ersten Synergien: Mit der Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, werden die Trocknungsmaschinen betrieben, beispielsweise in Nobitz, wo der berühmte Nobitz Quarz von HEIM gewonnen wird. Innerhalb weniger Jahre entstehen mehr als fünf Biogasanlagen, die regenerative Energie ins Stromnetz einspeisen. Im brandenburgischen Jühnsdorf wird die erste deutsche Anlage in Betrieb genommen, die mit Gülle gespeist wird, ein europäisches Vorzeigeprojekt.

Auch im Donautal nimmt 2006 eine Biogasanlage ihren Betrieb auf. 2008 übernimmt HEIM die Mehrheit an den Donau-Asphalt-Mischwerken, einem Asphaltwerk im Ulmer Donautal, das zahlreiche Straßenbauunternehmen in der Region beliefert. Es ist nur konsequent, dass Philipp Heim auch in die Landwirtschaft einsteigt, um den Betrieb der Biogasanlagen zu sichern. 2011 wird der erste Landwirtschaftsbetrieb in Friedersdorf/Brandenburg mit 500 Hektar erworben, seit 2014 betreibt HEIM in Sachsen auch eine Rinderfarm. 2014 übernimmt HEIM in Klein-Eichholz/Brandenburg eine Biogasanlage, die mit Lebensmittelresten aus Industrie und Gastronomie betrieben wird und baut diese weiter aus.


Gut gerüstet für die Zukunft

Heute – im 100sten Jahr des Bestehens – wird die HEIM-Gruppe von Dieter und Phillip Heim geleitet. Die Unternehmensgruppe ist gut aufgestellt mit fünf Geschäftsbereichen: Tief- und Straßenbau, Baustoffgewinnung, Recycling, Energie und Landwirtschaft. Mehr als 300 Menschen finden bei HEIM eine Arbeit. Längst ist man über Ulm hinausgewachsen und verfügt über zahlreiche Standorte in Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg. Der Betrieb des Tief- und Straßenbauunternehmens floriert dank anerkannter Ausführungsqualität, die neuen Geschäftsfelder werden nach und nach ausgebaut. Vater und Sohn wirtschaften konservativ, setzen weniger auf aggressives als organisches Wachstum. In den nächsten Jahren werden an den verschiedenen Standorten größere Recyclingzentren entstehen, die Digitalisierung in der Bauwirtschaft wird neue Möglichkeiten bringen. Die Baustoffgewinnung wird erweitert, wo sinnvoll und möglich und in der Energiegewinnung ist HEIM mit rund 100 Mio. Kilowattstunden Produktion heute ein leistungsfähiges Unternehmen, welches das 8-fache des Eigenbedarfes an Strom produziert.